2010-07-10 | Jugendkonzert der Stadtkapelle Illertissen



Das Jugendkonzert 2010 - ein großer Erfolg



Die TSV-Turnhalle war voll besetzt, als die Nachwuchsformationen der Stadtkapelle Illertissen bei ihrem traditionellen Konzert vor Schuljahresende zeigten, was sie im Laufe der vergangenen Monate gelernt hatten.


Den Anfang machten die Bläserklassen, in denen in Zusammenarbeit mit der Musikschule Dreiklang an der Bischof-Ulrich-Grundschule im 3 und 4. Jahrgang jeweils rund 25 Kinder erste Bekanntschaft mit Blasinstrumenten machen.

Christoph Erb und Magnus Blank leiteten als erfahrene Musiklehrer ihre Schützlinge in jeweils vier bis fünf Vorträgen, bei denen aufgezeigt wurde, dass erstes Zusammenspiel nicht nur musikalische Fertigkeiten fördert, sondern dass damit „ganz nebenbei“ auch soziale Fähigkeiten gelernt werden. Genau so wichtig wie das Treffen der richtigen Töne ist eben auch das Aufeinander-Hören, und beide Ziele wurden in schöner Weise erreicht. Die Bläserklasse 4 – schon zwei Jahre in Übung – stellte sich dann gemeinsam mit dem Vorstufenorchester dem Publikum, wobei in der „Farandole“ aus Bizets „Arlésienne“-Suite bereits recht anerkennenswerter Orchesterklang von der Bühne kam.

Das Vorstufenorchester, von Magnus Blank als jüngste direkt der Stadtkapelle angehörende Nachwuchsformation geleitet, überzeugte anschließend mit drei Vorträgen, die sowohl rhythmisch als auch harmonisch bereits eine Stufe höher anzusiedeln waren. Die gesteigerten Anforderungen wurden sehr gut gemeistert, so dass eine Zugabe nicht ausbleiben durfte: „The Lion Sleeps Tonight“ brachte dann noch besondere Effekte mit den berühmt-berüchtigten Vuvuzelas, die in dem ursprünglichen Zulu-Volkslied, das dann zum Musical-Hit wurde, den Ruf des Löwen imitierten.

Danach übernahm die Jugendkapelle die Bühne: Unter Michael Fischers Leitung musiziert dieses Orchester bereits auf einem Niveau, das mit dem vieler Erwachsenen-Kapellen mehr als mithalten kann. Ein „Concerto“ im Rondo-Veneziano-Stil, die „Dances of Innocence“ von Jan van der Roost, die berühmten Tanzmelodien des „Lord Of The Dance“ und das grandiose Tonbild „Alcazar“ machten deutlich, dass hier eine Orchesterkultur gepflegt wird, die in Bezug auf Klangreinheit, dynamische Sicherheit und musikalisches Gestaltungsvermögen hohe Anerkennung verdient. Insbesondere beeindruckten auch einige anspruchsvolle Solopassagen im tiefen Blech, deren Ausführende mit bestem Gewissen in jedem „großen“ Orchester mitspielen könnten.

Wegen des bevorstehenden „kleinen WM-Finales“ und des zuvor gegebenen Versprechens, dass Besucher und Mitwirkende dazu rechtzeitig zuhause sein könnten, gab es nur eine Zugabe; aber diese hatte es in sich: „Skataco“ ließ erneut die Qualitäten der Jugendkapelle aufblitzen, wonach lebhafter Beifall bestätigte, dass sich die Stadtkapelle mit ihren Nachwuchsformationen in hervorragender Weise sehen und hören lassen kann.

Ein Bericht der Illertisser Zeitung vom 12.07.2010